seit Okt. 2009 Moderator bei Servus TV
Moderation der Wissenschaftssendung „Scientia potentia est“
und der Wetterreportage „Na Servus - das Wetter auf Servus TV“
2008
Gast bei „Wir sind Kaiser“
und diverse andere Gastauftritte
2006 bis 2007
Wetteranchor und Leiter der Wetterredaktion bei ATV
2005
UNIVERSUM Moderation „Azorenhoch & Islandtief“
Gast bei „Wahre Freunde“
2004
Moderation Energy Globe Award 2004
Wettermoderation bei „Expedition Österreich“
2002
UNIVERSUM Moderation „Wetterküche Alpen“
2000
„Mambo Nr. 5“ bei “Alles TV”
2000
Moderation der Sommershow „6 im Sommer“ mit Dodo Roscic
1998
„Singing in the rain“ bei “star light”
1995 bis 1999
Wettermoderation bei „Willkommen Österreich“
2007 bis 2009 Öffentlichkeitsarbeit für die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG)
Am 29. Juli 1965 in Hohenems auf die Welt gekommen, wachse ich in der Hohenemser-Reute am Berg auf. Meine erste Lektion ist: alles, was mit dem Fahrrad so hui bergab geht, muss nachher wieder mühsam erstrampelt werden.
... wohl oder übel kurble ich mir meine Leidenschaft fürs Mountainbiken an.
Das Virus wird injiziert
In der Hauptschule Hohenems will es der Zufall, dass ich mit Lehrer Fenkart den für mich genialsten Geographielehrer aller Zeiten genießen darf. Unvergesslich für mich, wie er uns beibringt zu welcher Tageszeit wir mit Rückenwind zum Bodensee radeln können und zu welcher Tageszeit mit Rückenwind wieder zurück. Das ist auch gleichzeitig der Start der Inkubationszeit mit dem Meteorologie-Virus.
Im Gymnasium Dornbirn-Schoren muss ich feststellen, wie anstrengend Faulheit ist. Ständig mit Bauchweh und völlig unvorbereitet zu Tests und Schularbeiten. Mein damaliges Motto: Ein Skandal, dass Teenager in die Schule müssen!
Für meinen Präsenzdienst verbringe ich dann jedes Wochenende im Zug von Salzburg nach Hohenems und wieder zurück - und den ganzen Stress für nicht einmal 2 Tage Heimaturlaub. Wenn man so will, genieße ich den Präsenzdienst in vollen Zügen!
Das Virus bricht aus
1984 stolpere ich fast zufällig in die „Wetterbesprechung“ in der Alten Villa am Institut für Meteorologie und Geophysik der Universität Innsbruck. Ein familiärer Kreis von Studenten und Dozenten debattiert leidenschaftlich über das morgige Wetter. Institutsvorstand Prof. Pichler taucht im Diskussionsrausch versehentlich die Daumenspitze in die heiße Teetasse. Ich bin begeistert! Jetzt bricht das Meteorologie-Virus in mir aus.
In den Semesterferien lerne ich bei der Wildbachverbauung auf 1400m Seehöhe Teamwork. Einer pickelt, ein anderer schaufelt und wieder ein anderer schwitzt an der Schubkarre. Im Schweitzer Diepoldsau beim Landschaftsgärtner gerate ich vom Regen in die Traufe - noch mehr Schweiß an Pickel, Schaufel und Schubkarre.
Von der Schaufel zum Thermometer und dann ins Fernsehen
Schließlich verlege ich meine Sommertätigkeit vom Landschaftsdienst in die Meteorologie. An der Umweltschutzanstalt in Bregenz jongliere ich zum ersten Mal mit Datenmaterial. In der Schweiz beim Umweltamt St. Gallen programmiere ich ein Schadstoffausbreitungsmodell.
Danach folgen meine ersten Schreibversuche, immerhin für das Massenblatt „Der Rheintaler“ (13,57 Abonennten), eine Kolumne über Gewitter, Blitz, Ozon und noch vieles mehr... der noch heute legendäre „Wetterfrosch“!
Schließlich tauche ich als Studienassistent endgültig in die Welt der Meteorologie ein. Quasi autistisch forschend scheine ich für die Welt verloren ... doch dann: der damalige ORF-Wetterchf Carl Michael Belcredi sucht einen Wettermann. Ich fahre mit meinem „letzten Groschen“ in der Tasche nach Wien und bewerbe mich. Was mir als Vorarlberger in Wien sofort auffällt: Die können ja kein Deutsch, die reden ganz anders!
Im Jänner 1995 marschiert die damalige Chefin von „Willkommen Österreich“ und späterer Generaldirektorin Dr. Monika Lindner mehr zufällig durch die Wetterredaktion. Meine Nase gefällt ihr und sie beschließt mich für „Willkommen Österreich“ zu casten. 3 Monate später schnalle ich meine berühmt berüchtigen Hosenträger an und lege los.
Mit olympischen Ringen in die Frühpension
Im Februar 1997 quatscht mich Bogdan Roscic an und ich verfalle ö3. Nach über 6 Jahren Tagwache um 3:15 Uhr gehe ich dann im Juni 2003 mit schweren olympischen Ringen unter den Augen in die ö3-Wecker Frühpension – und schlafe einmal so richtig aus!
Meine Frau und meine eben erst geborene Tochter sind jetzt für längere Zeit mein heißgeliebter Lebensinhalt. Es ist als wäre die Welt zum Stehen gekommen. Alles ist plötzlich so ruhig und friedlich. Ich schaue meiner Tochter einfach nur beim Wachsen zu.
Aber, es kommt, wie es kommen muss: Schon nach wenigen Monaten wird das süße Nichtstun etwas langweilig und es beginnt wieder zu kribbeln. Also fange ich mal so ein bisschen an zu schreiben. Ohne Druck und bloß keinen Stress, einfach nur so. Aber - eh klar - aus Spaß wird Ernst und mein erstes Kinderbuch „Carlas wunderbare Wetterreise“ entsteht. Gerhard Glöckler vom G&G Verlag gefällt es so gut, dass es im Frühjahr 2005 in den Buchhandlungen erscheint. Ich widme es meiner Tochter.
2005 kremple ich die Ärmel hoch und errichte von der grünen Wiese weg eine professionelle Wetterredaktion für ATV. Frohen Mutes übernehme ich die Leitung derselben - und verlasse zwei Jahre später den Sender mit der Erkenntnis: auch Chefs müssen arbeiten!
Back to the Roots
Im Herbst 2007 nehme ich den Ruf der Wildnis an und arbeite wieder dort, wo ein Meteorologe noch Meteorologe sein darf: bei der „Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik“ auf der berühmte Hohen Warte. Meine Aufgabe ist die Öffentlichkeitsarbeit. Meine Passion dabei: Den Menschen zu vermitteln, dass man mit Wenig viel erreichen kann und dass die Klimaveränderung nicht nur eine Bedrohung, sondern auch eine Chance ist. Ein gutes Gefühl!
Servus TV ruft
Im Herbst 2009 macht man mir ein aufregendes Angebot: Ich soll für den neuen Qualitätssender Servus TV eine hochwertige Wissenschaftssendung namens „Scientia potentia est“ moderieren und eine Wetterreportage machen, für die ich den gesamten Alpen-Donau-Adria-Raum bereisen darf. Nach kurzem Überlegen, wird mir klar: ganz genau die zwei Sendungen, die ich immer machen wollte!