Man kann bei PV auf der Fläche vieles falsch, aber auch ALLES RICHTIG machen – und der Natur einen BOOST geben.
Hier ein paar Tipps aus dem neuen Handbuch des Umweltbundesamtes:
* Maximal 50% der Fläche mit PV-Paneele bedecken und mindestens 4 Meter zwischen den Modulreihen lassen, damit genug Licht und Wasser dazukommt.
* Die Module mindestens 80cm vom Boden entfernt, damit sich die Schafe gut in den Schatten stellen können.
* Bei einem Zaun unten unbedingt 20cm Luft lassen, damit Kleintwild wie Hasen einen Zugang haben. Ab 500 Meter Länge sollte es auch einen Korridor zum Queren für Großwild geben.
Mit diesen und anderen Tipps des UBA wird sich am intensiv bewirtschafteten Grünland oder am Acker biologisch viel Gutes tun – und damit zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: mehr Strom und mehr Natur.
An die Politik gibt es ebenfalls eine Wunschliste im Handbuch:
– Eine Naturschutzorientierte Raumplanung: Nur dort, wie es ökologisch keinen Schaden anrichtet (oder im Gegenteil der Natur sogar hilft)
– Cool wäre auch einheitliche Genehmigungsverfahren und einheitliche Kriterien für PV-Anlagen, an denen Insekten und Vögel in ganz Österreich wirklich ihre Freude haben!
– Wir bräuchten auch ein genaues Monitoring und Forschung: Wie ist der Zustand der Wiese vor und wir nach der Anlage? Nur wenn wir das tun, können wir nachhaltig besser werden.
Weil hier kommt die vielleicht größte Stärke von PV auf der Freifläche: Wenn sie stören, ziehen wir die Steher einfach wieder aus dem Boden. Keine Energieform lässt sich so rückstandsfrei wieder abbauen wie ein PV-Feld.
Wer selber im Handbuch des UBA stöbern will: „Policy Brief – Biodiversitätsverträgliche Gestaltung von Photovoltaik Freiflächenanlagen“