Schon klar, für manche sind UVPs ein pain in the ass – persönlich aber, liebe ich Umweltverträglichkeitsprüfungen mehr denn je. Nicht grundlos.

Ein Beispiel: Im Herbst 2025 wurde nach 7 Jahren Bauzeit die Fürstenfelder Schnellstraße S7 fertig gestellt. Dabei wurden auf einer Länge von 30 Kilometer 75ha Boden versiegelt. Der Schaden an der Natur wurde durch eine ausführliche UVP bewertet und der ausführenden ASFINAG wurden Ausgleichsflächen vorgeschrieben (um, wenn geht, den Schaden andernorts wieder gut zu machen).

Am Ende wurden auf Ausgleichsflächen von insgesamt 530ha(!) Wiesen angelegt, Wälder aufgeforstet, sowie Lebensraum für Tiere geschaffen.

Das Meisterstück ist der ASFINAG aber auf einer Brachfläche von 15ha gelungen:

Seichtwasserbereiche wurden mit Lehm abgedichtet und daneben Wiesen mit alten Samen angelegt. Dann musste man nur noch warten, bis das Leben einkehrt: Fische, Libellen, Schmetterlinge, … und Vögel, viele Vögel.

Innerhalb nur eines Jahres ist der vogelreichste Hot-Spot der Steiermark entstanden. Über 150 Vogelarten, von der Flussseeschwalbe über den Kiebitz bis zum Seeadler, haben sich angesiedelt – und mit Wasserbüffel, die dafür sorgen, dass die Teiche nicht zuwachsen, wurde ein stabiles Gleichgewicht geschaffen.

Danke ASFINAG, eine Ausgleichsfläche derartig ambitioniert anzugehen und die Anforderungen über die Maßen auszuführen, ist nicht selbstverständlich!

Wenn also Straße, dann mindestens so.