Windräder sind den Kinderschuhen entwachsen – im wahrsten Sinne des Wortes: Sie sind heute mehr als doppelt so groß als vor 25 Jahren:

  • Als um 2000 der Windrad-Boom einsetzte, war die Nabenhöhe bei ca. 70 Meter,
  • heute liegt sie bei ca. 150 Meter und
  • gleichzeitig ist die Rotorlänge von ca. 35 Meter auf etwa 75 Meter angewachsen.

Stellt man anstelle des alten Windrades ein Neues auf, erzeugt man aber nicht doppelt so viel Energie – man erzeugt bis zu 7mal so viel Energie als mit dem alten Rad.

Was geschieht mit dem alten Windrad?

Das habe ich mir von Markus Winter folgendermaßen erklären lassen:

Die alten Windräder werden abgebaut und vollständig entfernt. Dabei werden

  • Rotoren, Kanzel und Turm abgebaut und als Ersatzteillager für andere Windräder verwendet oder entsorgt,
  • die Bodenplatte wird aufgebrochen und als Naturbruch für neue Straßen verwendet und
  • auf der freien Fläche wird dann entweder wieder Mutterboden aufgebracht und die Standfläche wieder als Acker verwendet oder das neue Windrad wird überhaupt an der gleichen Stelle aufgerichtet.

Meine Beobachtung bei der für die Energiewende so wichtigen Windenergie und speziell beim Besuch der Windkraft Simonsfeld AG in Ernstbrunn im Weinviertel:

Windenergie braucht sich punkto Umweltwirkung hinter keiner anderen Energieform zu verstecken, eigentlich im Gegenteil – trotzdem gibt es keine andere Energieform die derart stark polarisiert und die Gegnerschaft in die abstrusesten Theorien abdriften lässt – aber das ist eine andere Geschichte…

Hier noch das Factsheet von Michael Friedmann (ICT)  zur Energie- und Windkraftstrategie in Österreich: