Mein Buch zum Klimawandel im Alpenraum ist da.

„Das Klima hat sich immer schon gewandelt“, eine Binsenweisheit und das Lieblingsargument der Klimawandelleugner. Wenn es sich schon immer gewandelt hat, warum sich Sorgen machen? Mal warm, mal kalt, das geht nachweislich seit Jahrmillionen so – und in den Alpen schaukeln wir ohnehin seit jeher höher und tiefer als anderswo.

Soweit aus dem Vorwort meines Buchs „Die Alpen im Fieber“.

In drei großen Teilen zeichne ich die Klimakapriolen in den Alpen der vergangenen 20.000 Jahre in den Alpen nach. Im ersten Teil „Das Erbe der Eiszeit im Alpenraum“ geht es um die vergangene Eiszeit, als die Alpen noch menschenleer und die Täler mit Eis gefüllt waren. Wie und warum haben wir überhaupt am Rand des mächtigen Gletscherschildes gelebt und überlebt? Wie haben die mahlenden Gletscher die Täler geformt, unsere Seen ausgeschürft? Was haben sie mit unserem täglich Brot zu tun?

Im zweiten Teil „Das Paradies im Alpenraum“ wird uns klar, wieso wir uns seit knapp 12.000 Jahren – in dieser Warmzeit, dem wohligen Holozän – zur  mächtigsten Spezies der Welt aufgeschwungen haben. Warum hat der Mensch den Ackerbau erst im Holozän und nicht schon früher erfunden und warum sind wir überhaupt Bauern geworden? Wie stabil war das Klima im „Paradies“ wirklich? Haben nicht Klimakapriolen ganzen Kulturen gekippt? Wie kommt es, dass die Alpen das Wasserschloss Europas sind?

Heute sind wir dabei, uns aus eigener Kraft aus dem Paradies der Warmzeit zu verjagen und in eine „Hitzehölle“ zu stürzen. Darum geht es im dritten Teil „Die Welt in unseren Händen“. Wie ist das, wenn das Klima „kippt“? Bleiben wir im Alpenraum auf einer Insel der Seeligen? Welche Gefahren kommen auf uns zu? Und die wichtigste Frage: Gibt es einen Ausweg aus dem Schlamassel? Auch diese Frage wird beantwortet: Ja, schließlich liegt die Zukunft in unseren Händen. Weil, heute sind wir Menschen unzweifelhaft die Piloten im Klimaflug und sollten endlich anfangen, aus dem Cockpit zu schauen.